13.04.2012

Preisentwicklung

Energie und Rohstoffe werden teurer

Die Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise macht jedem zweiten Unternehmen in Deutschland Sorgen. Vor allem die mangelnde Transparenz und das Projektmanagement der Bundesregierung bei der Energiewende verunsichern viele Firmen.

Hohe Energie- und Rohstoffpreise belasten die gesamte Wirtschaft. Neben der Industrie sind auch Konsumbranchen stark in Mitleidenschaft gezogen, etwa das Gastgewerbe und der Handel. Das ergab eine aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

Fast drei Viertel der Unternehmen (71 Prozent) sind von Energie- und Rohstoffpreisen betroffen. In der Industrie sind es sogar fast neun von zehn Unternehmen (88 Prozent). Ähnlich hoch ist die Belastung für das Baugewerbe (83 Prozent). Weniger betroffenvon den Preissteigerungen ist das Dienstleistungsgewerbe, hier sind es nur 59 Prozent.

Maßnahmen ergreifen

Aus diesem Grund haben sich viele Unternehmen entschlossen, in diesem Jahr mit Maßnahmen aktiv auf die hohen Energie- und Rohstoffpreise zu reagieren. Nur neun Prozent der Unternehmen haben bislang keine Reaktionsmaßnahmen geplant, obwohl sie die Energie- und Rohstoffpreise als relevant für die Entwicklung ihres Unternehmens ansehen.

Am häufigsten sehen sich Unternehmen gezwungen, die zusätzlichen Kosten zumindest teilweise an ihre Kunden weiterzugeben. Über alle Branchen erreicht der Anteil 38 Prozent. Vielfach stellt sich allerdings die Frage, ob Preisüberwälzungen in der Praxis aufgrund des intensiven Wettbewerbs für viele Unternehmen kurzfristig tatsächlich möglich sind. Jedes zweite Industrieunternehmen und Unternehmen aus dem Baugewerbe gibt an, dass sie eine Weitergabe der hohen Energie- und Rohstoffpreise an ihre Kunden versuchen (48 bzw. 50 Prozent). Diese Maßnahme ist zudem in den Verkehrsbranchen kaum zu vermeiden, weil diese massiv unter hohen Treibstoffkosten leiden (63 Prozent).

An anderer Stelle sparen

Die Kostensteigerungen bei Energie und Rohstoffen zwingen viele Unternehmen zu Einsparungen an anderer Stelle. Das kann zum Beispiel in den Bereichen Material, Personal oder bei den Investitionsbudgets sein. Maßnahmen zur Kosteneinsparung sind von 37 Prozent aller Unternehmen geplant, in der Industrie sogar von mehr als der Hälfte (54 Prozent). Je intensiver Unternehmen dem globalen Wettbewerb ausgesetzt sind, umso stärker sind sie gezwungen mit Kosteneinsparungen auf die Preissteigerungen bei den Rohstoffen und vor allem bei der Energie zu reagieren. (al)

www.dihk.de

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