CR vom 03.12.2012, Heft 12 , Seite 24

Förderprogramme: Am Bedarf des Mittelstands vorbei?

Fördermittel stehen in Deutschland reichlich bereit - doch gehen sie häufig am Bedarf des Mittelstands vorbei, warnen die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young in ihrem KMU-Fördermittelbarometer 2012: Gut zwei Drittel der befragten Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern gaben an, solche Mittel nicht zu benötigen. Zudem kritisieren 15 Prozent den "zu hohen" zeitlichen und administrativen Aufwand, um Mittel zu beantragen - auch weil sie von der öffentlichen Hand beim Stellen der Anträge zu wenig unterstützt würden. Dennoch halten es die Unternehmen nicht für notwendig, die Förderpolitik neu auszurichten: "Sie möchten stattdessen, dass die Politiker in den Sachthemen neue Impulse setzen", sagt Sven Pirsig, Autor der Ernst & Young-Studie. Das betreffe besonders staatliche Investitionen in Bildung und Forschung. "Dennoch kann mehr Service auf Seiten des Staats den Förderzuspruch der Unternehmen erhöhen", schätzt der Experte. Firmen, die Fördermittel beziehen, nutzen diese meist in Form von nichtrückzahlbaren Zuschüssen oder Zulagen und hauptsächlich, um Expansionsvorhaben zu finanzieren (35 Prozent). Zudem fließen die öffentlichen Mittel sowohl in die Aus- und Weiterbildung und Qualifizierung als auch in Forschung und Entwicklung (jeweils 19 Prozent).

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