CR vom 04.01.2013, Heft 01 , Seite 6

Bachelor-Abschluss: Im Mittelstand noch verkannt

Die Vorteile des Bachelors liegen eigentlich auf der Hand. Doch bei mittelständischen Unternehmen ist dieser erste berufsqualifizierende Abschluss - rund 10 Jahre nach der Studienreform in Europa - noch immer nicht angekommen: "Der Mittelstand hat kaum Interesse an den jungen Absolventen", hat Doris Mailänder, Geschäftsführerin der Personalberatung TreuenFels, beobachtet: In den Unternehmen würden bevorzugt Master eingestellt. Der Bachelor gelte bestenfalls als Zwischenabschluss, die Absolventen als noch nicht fit genug für den Arbeitsmarkt. "Überdies befürchten viele Arbeitgeber, dass die Bachelor-Absolventen schon nach kurzer Zeit wieder abwandern, um den Master nachzuholen", so Mailänder. "Doch wenn die Firmen zwingend den Master-Abschluss voraussetzen, ignorieren sie damit eine ganze Reihe fähiger Leute." Prof. Ute Vanini von der Fachhochschule Kiel pflichtet ihr bei: "Es wird viel Wert auf den Praxisbezug des Bachelor-Studiums gelegt und mit Pflichtpraktika, Fallstudien und Praktikervorträgen viel für die Praxistauglichkeit getan." Der Bachelor liefere eine breite Basisqualifikation - "und die ist wirklich gut". Studenten sollten den Master daher besser systematisch in Kombination mit der Berufserfahrung nach dem Bachelor anstreben - und das gezielt bei Arbeitgebern ansprechen.

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