CR vom 03.02.2012, Heft 02 , Seite 6

Arbeitsmarkt: EU-Freizügigkeit wirkt sich kaum aus

Allen Warnungen vor der EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit zum Trotz sei die Zuwanderung aus den neuen EU-Beitrittsländern "kaum" angestiegen, meldet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Im vergangenen Jahr dürfte die Zahl der Personen aus den acht mittel- und osteuropäischen Beitrittsländern in Deutschland insgesamt um maximal 60.000 zugenommen haben. "Schaut man das global an, dann sind diejenigen, die auswandern wollten, schon unterwegs", sagt Studienautor Alexander Kubis. Viele Auswanderer aus diesen Ländern gingen nämlich nach England. Die meisten Betriebe in Deutschland rekrutierten hingegen kaum Personal aus dem Ausland. Gerade bei KMU sei in dieser Hinsicht wenig zu beobachten. "Im Ausland nach Personal zu suchen, erfordert sehr viel Know-how - das können nur Großbetriebe", sagt Kubis. Dabei hätten viele kleinere Betriebe mit dem Fachkräftemangel bereits zu kämpfen. Eine Befragung von knapp 9.000 Betrieben durch das IAB ergab: Nur drei Prozent der Personal suchenden Betriebe haben in den ersten zwei Monaten mindestens eine Person aus den acht neuen EU-Ländern eingestellt. Dagegen halten 70 Prozent der Personal suchenden Betriebe die neuen Rekrutierungsmöglichkeiten für nicht relevant.

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