CR vom 03.02.2012, Heft 02 , Seite 22

Altersvorsorge: Wenn die Krise die Rente frisst

Einerseits fürchten die Bundesbürger, dass die Euro-Krise ihre gesetzliche Altersversorgung drücken könnte, wenn Transferzahlungen an europäische Staaten zu Lasten der deutschen Rentenkasse gehen. Doch als Reaktion darauf bauen sie nicht etwa ihre private Vorsorge aus, wie eine Umfrage der Postbank in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) zeigt. Im Gegenteil: Der Anteil derjenigen, die tatsächlich mehr für ihre Altersvorsorge tun wollen, ist rückläufig. So will von den jungen Berufstätigen (bis 29 Jahre) nur noch rund die Hälfte künftig mehr fürs Alter zurücklegen. 2010 hatten dies noch 59 Prozent geplant. Und der durchschnittliche Betrag, der in die Altersversorgung investiert wird, ist im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 188 Euro monatlich gesunken. Eine Grund für diese Verweigerungshaltung: Furcht vor Inflation. Jeder Dritte fürchtet, dass die Geldentwertung die eigenen Ersparnisse entwertet. Hinzu kommt ein nachlassendes Vertrauen in die bekannten Anlageformen. Jeder Dritte hat Zweifel an der Sicherheit seiner privaten Altersvorsorge. 43 Prozent fragen sich, welche private Anlageform überhaupt noch Sinn ergibt. Nur 21 Prozent der Befragten halten die Riester-Rente für "besonders sicher".

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