CR vom 05.01.2012, Heft 01 , Seite 6

Nachfolge: Warum Zöglinge den Betrieb nicht fortführen

Immer mehr Firmeninhaber müssen erkennen: Ihre Kinder haben kein Interesse an der Übernahme des elterlichen Betriebs. Dies geht aus einer aktuellen Studie von TNS Emnid für die Deutsche Unternehmerbörse (DUB.de) hervor (siehe Grafik). "Dem heutigen Nachwuchs stehen viel mehr berufliche Entfaltungsmöglichkeiten als noch vor zehn oder 20 Jahren offen", sagt DUB-Geschäftsführer Michael Grote. Schon jetzt sehen nur etwas mehr als die Hälfte (57 Prozent) befragten 200 Unternehmer im eigenen Nachwuchs einen potenziellen Nachfolger. 63 Prozent der Eigentümer gaben an, dass ihre Kinder andere berufliche Interessen verfolgen. Noch alarmierender ist die Situation in kleineren Firmen mit bis zu 49 Mitarbeitern: Hier sind 86 Prozent der Meinung, dass ihr Nachwuchs aus mangelndem Interesse für die Unternehmensnachfolge nicht infrage kommt. In größeren Unternehmen (100 bis 500 Mitarbeiter) werden verschiedene Gründe angeführt. 31 Prozent befinden den eigenen Nachwuchs für zu jung. 13 Prozent halten ihre Kinder entweder persönlich oder fachlich auch nicht für geeignet.

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