Der fallende Goldpreis kurz vor Weihnachten zeigte es deutlich: Erlahmt die Weltwirtschaft, ist keine Assetklasse vor Abschlägen gefeit, auch Rohstoffe und selbst Edelmetalle nicht. Langfristig spielt das nach Ansicht von Frank Schuhmann aber keine Rolle: "Als Anlagethema sind Rohstoffe ein Megatrend", beharrt der Chefanalyst von dima24.de: "Sie vereinen ein knappes Gut, einen transparenten Markt und eine starke Nachfrage." Diesen Boom bezeichnen Experten als Superzyklus: "Er hält an, bis die Schwellenländer die Industrienationen eingeholt und ihren Bedarf gedeckt haben", so Schuhmann. Gleichzeitig bewahre ein Investment in Rohstoffe das Anlegervermögen vor schleichender Geldentwertung, denn die Rohstoffpreise entwickeln sich parallel zur Teuerungsrate. Hinzu kommt: Rohstoffe korrelieren kaum mit Aktien oder Anleihen. Dennoch gilt: Die Kurse sind volatil und können auch fallen, selbst wenn der allgemeine Trend nach oben zeigt. Schuhmann rät zu geschlossenen Fonds, die mit Schürfrechten, Förderanlagen und Raffinerien Einkünfte erwirtschaften, während etwa physisches Gold keine Zinsen abwerfe, eine spekulative Anlage sei und eher noch Geld für die sichere Verwahrung koste.