CR vom 02.11.2012, Heft 11 , Seite 49

Inflation: Mit welchen Assetklassen gegensteuern?

Seit 20 Jahren haben wir uns an - im historischen wie im globalen Vergleich - niedrige Inflationsraten gewöhnt. Nun aber stehen Anleger vor einem Dilemma: Die Zinsen für Geldanlagen bester Bonität liegen bereits jetzt unter der Inflationsrate - die Kaufkraft des Vermögens schrumpft so durch einen negativen Zinseszinseffekt von Jahr zu Jahr. Nicht wenige flüchten in Immobilien, die Preise in guten Lagen sind deshalb inzwischen extrem gestiegen. Doch mit einem Kauf legt man sich langfristig fest - und der Preis rechnet sich angesichts der erzielbaren Mieten inzwischen oft nicht mehr. Doch auch Aktien sind Sachwerte - die Investition in Produktivkapital bedeutet einen konkreten Inflationsschutz. "Zudem sind gesunde Unternehmen mit reellen Dividenden zurzeit noch günstig bewertet", sagt Klaudius Sobczyk von der PEH Wertpapier AG. Um Chancen zu nutzen und das Risiko bei Einbrüchen möglichst gering zu halten, zähle es heute mehr denn je, "jederzeit handlungsfähig zu sein und zeitnah auf Veränderungen reagieren zu können". Doch auch der risikoaverse Teil des Anlageportfolios sollte so aufgestellt sein, dass sich ein Inflationsausgleich erwirtschaften lässt. Drum empfehle er Inflation Linked (IL) Bonds - also inflationsgeschützte Anleihen, die etwa Deutschland und Frankreich aufgelegt hätten. Hierbei wird die Grundverzinsung durch eine jährliche Kursgutschrift in Höhe der Inflationsrate aufgestockt. "Im Moment sind IL-Bonds eine gute Chance für antizyklische Investoren - die Inflationssorgen haben sich noch nicht auf die Kurse ausgewirkt", so der Stratege. Mehr zum Thema auf Seite 54.

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