12.04.2012

Arbeitsmarkt

Deutsche Firmen auf Mitarbeitersuche

Die Personalnachfrage ist in Deutschland weiterhin hoch. Im Dienstleistungsbereich und vor allem im IT-Sektor buhlen die Unternehmen um Fachkräfte.

Verglichen mit 2011 ist die Online-Personalnachfrage im März in Deutschland um 23 Prozent gestiegen. Das ist das Ergebnis des Monster Employment Index, der eine monatliche Auswertung der Personalnachfrage erstellt, basierend auf einer Analyse von Online-Stellenangeboten.

Mit einem Plus von zwölf Prozent ist die Nachfrage in der IT-Branche am höchsten. Der Transport- und Logistiksektor verzeichnet im März hingegen einen leichten Rückgang von einem Prozent. Die am stärksten nachgefragte Berufsgruppe sind die Akademiker mit einem Plus von sieben Prozent. Baden-Württemberg kann als stärkste Region einen Zuwachs von vier Prozent verbuchen, Sachsen weist ein Minus von drei Prozent auf.

Optimistische Prognosen

"Die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Eurozone beeinflussen auch den deutschen Arbeitsmarkt, wie der leichte Nachfragerückgang im Jahresvergleich des Index zeigt. Trotzdem sind die Prognosen positiv, denn der Personalbedarf ist weiterhin hoch. Das kann insbesondere auf die Zuwachsraten im Freizeitbereich und im öffentlichen Sektor zurückgeführt werden", sagt Bernd Kraft, Vice President General Manager CE bei Monster. "Trotz des kontinuierlichen Nachfragerückgangs in der industriellen Produktion herrscht Optimismus vor. Deutschland bleibt das stärkste europäische Land im Index."

Alle 20 vom Index beobachteten Industriesektoren verzeichnen im März einen Zuwachs in der Personalnachfrage. Der Freizeitsektor (um 33 Prozent gestiegen) führt in diesem Monat die Spitze des Rankings an. Dies kann durch die vermehrte Nachfrage nach Mitarbeitern im technischen Bereich und im Vertrieb erklärt werden. Der Öffentliche Dienst (um 30 Prozent gestiegen) bleibt dank der starken Nachfrage in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen unter den Top-3 der am stärksten wachsenden Sektoren. Die Sektoren Produktion (um 20 Prozent gestiegen) und Transport und Logistik (um 24 Prozent gestiegen) wachsen langsamer als noch vor einem Jahr. Management und Beratung (um drei Prozent gestiegen) bleibt auch im März der schwächste Bereich im Jahresvergleich.

Maschinenbauer heiß begehrt

Alle neun Berufsgruppen verzeichnen in diesem Monat einen jährlichen Zuwachs. Trotz des Nachfragerückgangs in der industriellen Produktion sind Anlagen- und Maschinenbediener (um 32 Prozent gestiegen) zum dritten Mal in Folge die stärkste Berufsgruppe im Index. Dies kann insbesondere auf eine gestiegene Nachfrage im Management und im kaufmännischen Bereich zurückgeführt werden. Die Berufsgruppe der Bürokräfte und kaufmännischen Angestellten (um 26 Prozent gestiegen) verbleibt auf dem zweiten Platz des Index, passend zum saisonalen Wachstumstrend im Dienstleistungsbereich. Fachkräfte in Landwirtschaft und Fischerei (um drei Prozent gestiegen) sind den zweiten Monat in Folge die am langsamsten wachsende Berufsgruppe.

Die Zahl der Online-Stellenangebote steigt in allen 16 Bundesländern. Baden-Württemberg (um 35 Prozent gestiegen) kann seine Rolle als führende Region im Index seit März 2010 beibehalten. Die geringste Veränderung in der jährlichen Zuwachsrate der Personalbeschaffung zeigt Mecklenburg-Vorpommern (um 12 Prozent gestiegen) verglichen mit 14 Prozent im Februar - trotz eines bemerkenswerten Anstiegs in Sektoren wie dem Baugewerbe und dem Ingenieurswesen. Saarland (um fünf Prozent gestiegen) ist im März weiterhin die schwächste Region im Index.

Europäische Tendenzen

Der "Monster Employment Index Europa" zeigt im März ein Jahreswachstum von acht Prozent, im Vormonat lag die Wachstumsrate noch bei zehn Prozent. Deutschland verzeichnet weiterhin zweistellige jährliche Wachstumsraten, auch Großbritannien und Schweden können ein steigendes Jahreswachstum von acht beziehungsweise zwei Prozent vorweisen, Belgien und die Niederlande verbuchen weiterhin negative Wachstumsraten. al

www.about-monster.com

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