08.11.2012

Fachkräftemangel

Personelle Engpässe in mehreren Berufen

Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Damit verschiebt sich auch das Durchschnittsalter der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Unternehmen müssen sich langfristig darauf einstellen, dass der Wettbewerb um Fachkräfte zunehmen wird und dass es schwerer werden dürfte, den jeweiligen Bedarf zu decken.

In den nächsten zehn Jahren kann es vor allem im mittleren Qualifikationsbereich zu spürbaren Engpässen kommen. Das belegt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Grund ist neben der demografischen Entwicklung die Bildungsexpansion mit einem Trend hin zu mehr akademischen Abschlüssen.

Eine Berufsausbildung beispielsweise in den Gesundheits- und Sozialberufen eröffnet daher auch auf längere Sicht sehr gute Beschäftigungschancen, erklären die Arbeitsmarktforscher. Die Beschäftigungschancen werden sich aber auch zukünftig je nach Bereich deutlich unterscheiden. So werde es beispielsweise im Bereich Verkehr, Lager und Transport sowie bei Sicherheits- und Wachberufen insgesamt auch langfristig kaum zu größeren Engpässen kommen, erwarten die Experten.

Nicht alle von Engpässen betroffen

Bei einzelnen Berufen in diesen Segmenten könne es aber trotzdem Bewerbermangel geben: Die der Studie zugrundeliegenden Simulationsrechnungen beziehen sich nur auf die Gesamtentwicklungen in größeren Bereichen, nicht auf einzelne Berufe.

In einigen Bereichen, in denen der Arbeitskräftebedarf deutlich steigen wird, werden Ausgleichsprozesse längerfristige Engpässe verhindern. Bei vielen Tätigkeiten im Bereich Gastronomie oder im Reinigungsgewerbe beispielsweise handelt es sich um einen sogenannten Jedermann-Arbeitsmarkt: Gibt es hier Arbeitskräfteengpässe, kommen auch Bewerber ohne entsprechende Berufsausbildung in Frage. (al)

www.iab.de



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