Andreas Serra, Vorstand der Fiat Professional in Frankfurt, über das
Transporter-Erfolgsmodell Ducato.
01.09.2009
Herr Serra, wie ist die Ducato-Produktdiversifikation?
Der Fiat Ducato wird, unter Berücksichtigung aller Merkmale wie etwa Radstand,
Dachhöhe, Motorisierung, zulässiges Gesamtgewicht oder Ausstattungen und Farben
in mehr als 2.000 verschiedenen Ausführungen gebaut. Durch das Angebot der
verschiedenen Varianten mit Lkw-Zulassung, etwa Fahrzeuge verblecht, verglast
oder teilverglast, Fahrgestelle mit Flachboden, Einzel- oder Doppelkabine,
Pritschenwagen mit Einzel- oder Doppelkabine, ist die Vielfalt enorm hoch. Hinzu
kommen die Modelle mit Pkw-Zulassung, die ebenso für den Personentransport
eingesetzt werden. Auch hier gibt es unter anderem Voll- und Teilverglasungen
sowie Mini- und Luxusbusse. Das Fiat Ducato produzierende Werk in Italien mit
bis zu 1.270 Einheiten pro Tag ist das weltweit größte Werk, das Transporter
herstellt.
Aber die Aufbauten bieten Sie nicht selbst an, warum nicht?
Der Fiat Ducato ist als Aufbaufahrzeug stark gefragt, da er über viele
Produktvorteile verfügt. Die Entscheidung, eine Variante als Werkslösung
anzubieten, ist rein betriebswirtschaftlich erst ab einer großen Stückzahl
sinnvoll. Einzellösungen wie Kofferaufbauten oder Frischdiensttransporter
überlassen wir deshalb dafür spezialisierten Herstellern. Deren Professionalität
führte dazu, dass wir beispielsweise in den Bereichen von Branchenlösungen eine
herausragende Stellung einnehmen.
Welche Fahrzeuge bieten sich für den innerstädtischen Lieferverkehr an?
Der Fiat Doblò Cargo, Kastenwagen, wird unter anderem im innerstädtischen
Bereich eingesetzt. Fiat Professional hat speziell für den Transport "in der
letzten Meile" den Fiat Fiorino entwickelt. Besonders in Ballungszentren kann er
seine Vorteile ausspielen, etwa seine kompakten Abmessungen, die gute
Wendigkeit, den kleinen Wendekreis, wenig Spritverbrauch und hohe
Wirtschaftlichkeit.
Wie gefragt sind Sicherheitsfeatures?
Der Ducato verfügt serienmäßig über ein Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP)
mit Hydraulischem Bremsassistent (HBA), Anfahrhilfe und Adaptiver Lastkontrolle
(LAC). Weitere Sicherheitsausstattungen wie Beifahrerairbags, Seiten- und
Kopfairbags sowie Diebstahlwarnanlagen gibt es auf Wunsch. Im Bereich
Ladungssicherung veranstalten wir in Kooperation mit namhaften
Ausbau-Herstellern gezielt Seminare.
Interview Gerd Zimmermann