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Startseite Channels Konjunktur & Wirtschaftsklima 2010 4 Die Bayern schaffen das

Die Bayern schaffen das



Wo Gottesfurcht und Geschäftssinn zusammentreffen, da ist Bayern. -- Trotz der aktuellen Probleme und der Turbulenzen um die Bayerische Landesbank hat der Freistaat daher gute Chancen, gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

01.04.2010

Was dicht und dick zusammensitzet", das ist nach der Definition des "Deutschen Wörterbuchs" ein "Kluster". Diese einfache und sehr bildhafte Erklärung im größten Nachschlagewerk der deutschen Sprache ist so ganz nach dem Geschmack jener Menschen, die auch heute noch viel Zeit in dampfender Gemütlichkeit verbringen, dabei neue Geschäfte anbahnen und alte Beziehungen pflegen: die Bayern.
Es verwundert daher nicht, dass neben dem englischen "Cluster" auch das urdeutsche Kluster den Einzug in die Agenda weiß-blauer Wirtschaftspolitiker fand und dass die "Einladung zur Zusammenarbeit", die der ehemalige Wirtschaftsminister Erwin Huber bei der Auftaktveranstaltung der "Cluster-Offensive Bayern" im Jahr 2006 bescheiden einforderte, auf wenig Widerstand stieß. Denn aus ihrer hemdsärmeligen, an Stammtischen und in Trachtenvereinen entstandenen Wesensart entwickeln die süddeutschen Volksvertreter seit jeher ihr Land, ein Land der Lederhosen und Laptops, ein Urlaubsparadies mit Arbeitsplätzen, einen Hightech-Standort mit Stallgeruch, einen Global Player, in dem Biotechnologie und Bio-Anbau, "Chemie-Delta" und Naturschutz, Weltunternehmen und Mittelständler harmonisch nebeneinander bestehen können. Neu ist allenfalls, dass im zukünftigen Bayern die engen Seilschaften durch offene Netzwerke ersetzt werden. Am Ende der Vision soll ein großräumig verwobenes Bundesland mit starken Metropolregionen stehen, in die sich ländliche und strukturschwache Gebiete nahtlos einfügen. Die Führung übernehmen dann Kommunalpolitiker, die sich als "Regionalmanager" verstehen, und Landespolitiker, die wie "Impulsgeber eines sich selbst organisierenden und offenen Strukturprozesses" handeln. Für diesen Umbau hat das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Der Fünf-Jahres-Förderzeitraum endet 2011. Bis dahin sollen sich die Initiativen weitgehend selbst finanzieren und organisieren.
Metropolregion München entsteht ohne Hast
Die Zwischenbilanz lässt sich sehen. Bisher nehmen mehr als 6.000 Unternehmen an Cluster-Aktivitäten teil. In Hunderten von Foren wird praktische Arbeit geleistet. Im Cluster Sensorik steht die "Optische Abstandsmessung auf Basis der Photo-Misch-Detektor-Technologie" auf der Tagesordnung, im Cluster Nanotechnologie geht es um "Nanotechnologie in der Papierindustrie" und beim Cluster-Treff Neue Werkstoffe reden die Fachleute über "Serientaugliche Reaktivverfahren für großflächige Composite-Bauteile".
Aus der Zusammenarbeit zwischen Unternehmern, Professoren, Technologietransfer-Experten und Cluster-Managern entstehen auch Projekte, die finanziell unterstützt werden, wie jüngst ein Herstellungsverfahren für Faserverbundkomponenten, das mit rund 900.000 Euro bezuschusst wird. Insgesamt hat Bayern 19 Cluster-Plattformen zu fünf Themenfeldern gebündelt: Mobilität, Materialentwicklung, Mensch und Umwelt, Informations- und Elektrotechnik sowie Dienstleistungen und Medien. Die Stärkung dieser Schlüsselbranchen ist eine der zentralen wirtschaftspolitischen Maßnahmen, mit der sich Deutschlands flächengrößtes Bundesland auf den Spitzenplätzen der Rankings und - hinter Nordrhein-Westfalen - als zweitstärkster Exportmotor behaupten will.
Wie schnell aus den Clustern allerdings die Ideen sprudeln, die zu Wachstum führen, das ist ungewiss. Denn im Augenblick verhindern die Wirtschaftskrise, das Debakel um die Bayern-LB und der Strukturwandel den schnellen Anschluss an die Erfolge früherer Jahre. Auch wenn das Verarbeitende Gewerbe im Januar den Umsatz gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3 Prozent auf 18,9 Milliarden Euro steigern konnte, von einer Trendwende will Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., noch nicht sprechen. Im ersten Halbjahr seien die Erwartungen zwar "wieder deutlich im positiven Bereich", man müsse aber berücksichtigen, dass die Wirtschaft von einem "extrem niedrigen Niveau" aus starte. "2010 werden wir daher eine Seitwärtsbewegung erleben, bei der Rückschläge nicht ausgeschlossen sind, insbesondere bei der Beschäftigung", meint Brossardt im Gespräch mit "Creditreform".
Schon in den Monaten zuvor bestätigte der "Krisenbetroffenheitsindex", den die vbw regelmäßig veröffentlicht, dass Bayern hart getroffen wurde. Vor allem die Betriebe im schwäbischen Teil bekommen die Rezession zu spüren.
Es folgen die Oberpfalz, Unterfranken, Niederbayern sowie Mittel- und Oberfranken, wobei in Franken die industriell geprägten Zentren Erlangen sowie die Kreise Main-Spessart, Schweinfurt und besonders der Kreis Rhön-Grabfeld, wo Siemens 840 Arbeitsplätze abbauen will, besonders unter Druck stehen. Die geringsten Auswirkungen verzeichnet Oberbayern. Das liegt am hohen Tourismus- und Dienstleistungsanteil im ländlichen Raum, am breiten Branchenmix sowie an zwei Eliteuniversitäten - der Ludwig-Maximilians-Universität (LUM) und der Technischen Universität München (TUM) -, in deren Umkreis innovative Kräfte wirken.
Bestes Beispiel: die Biotechnologie auf dem "Biotech-Campus Martinsried". Schon vor Jahrzehnten wurde mit dem Universitätsklinikum Großhadern, den Max-Planck-Instituten für Biochemie und Neurobiologie sowie dem Genzentrum der LUM eine Plattform geschaffen, auf der sich ab Ende der 80er-Jahre zahlreiche Unternehmen wie Mikrogen, Micromet, Morphosys und Medigene sowie das Innovations- und Gründerzentrum für Biotechnologie Martinsried mbH (IZB) entfalten konnten. Der Standort zählt heute zu den Top-Adressen der "Roten Biotechnologie" und ist die Keimzelle der "Grünen Biotechnologie" in Weihenstephan und der "Weißen Biotechnologie" in Garching. Auch wenn die Wissenschaftler ihren Fokus mittlerweile international geöffnet haben, die räumliche Nähe sind Pfunde, mit denen sich weiterhin gut wuchern lässt. Das Modell Biotechnologie ist daher eine Steilvorlage für neue Cluster und ein Paradebeispiel für Wirtschaftsförderung.
Überhaupt: Wie kaum anderswo in Deutschland haben es die Münchner verstanden, die Bayernmetropole auf den Spitzenplätzen zu halten und die Stadt als Magnet für leistungsorientierte Freizeitmenschen zu positionieren. Je enger und teurer der Lebens- und Arbeitsraum in der City allerdings wird, desto weiter dehnt sich die Landeshauptstadt ins Umland aus. Bereits 1995 gründeten München, Augsburg und Ingolstadt das Städtenetz "MAI". Daraus entwickelte sich der "Wirtschaftsraum Südbayern - Greater Munich Area", dann die "Initiative Europäische Metropolregion München" und schließlich der "Verein Europäische Metropolregion München e. V. (EMM)".
Die Metropolregion München umfasst heute den Regierungsbezirk Oberbayern sowie weite Teile von Schwaben und Niederbayern mit den kreisfreien Städten Augsburg, Ingolstadt, Kaufbeuren, Landshut, München und Rosenheim. Im Mittelpunkt der EMM stehen fünf Handlungsfelder: Wissen, Wirtschaft, Umwelt/Gesundheit, Mobilität und Kultur. Akzente setzt die EMM in den Branchen Automotive, Life Sciences (insbesondere Biotechnologie), Versicherungswesen, Medien und Informationstechnologie, Luft- und Raumfahrt. Vorsitzender des 16-köpfigen Vorstands ist der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude. Noch befindet sich der Verein in der Phase der Selbstfindung. Außer dem EMM-Pendlerticket, den Gemeinschaftsständen auf Messen, einigen Studien und Aktivitäten in den Arbeitskreisen gibt es bislang wenig, was die EMM überregional strahlen lässt, doch die Metropolenbildung schreitet voran: bayerisch-basisdemokratisch und eher von unten nach oben als umgekehrt.
Metropolregion Nürnberg macht Tempo
Ganz anders ist die Situation in Bayerns zweiter Metropolregion: Nürnberg. Dort verläuft die territoriale Ausdehnung top-down, von oben nach unten, begleitet von kräftigen Fanfarenstößen. Als Pioniere betätigen sich die Oberbürgermeister der Städte Erlangen, Fürth, Nürnberg und Schwabach. Viele Jahre tauschten sie sich in "Nachbarschaftskonferenzen" aus und schweißten ihre Gebiete zusammen, vor allem durch den Ausbau des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN), dem mittlerweile zweitgrößten regionalen Liniennetz in Deutschland. Der Durchbruch gelang, als die Ministerkonferenz für Raumordnung im Jahr 2005 die "Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN)" offiziell anerkannte.
Das Gebiet der EMN erstreckt sich heute von Coburg im Norden bis Neumarkt im Süden, von Weiden im Osten bis Würzburg im Westen. Neben Mittelfranken, sind Oberfranken - mit Ausnahme des Landkreises Hof - und Teile der Oberpfalz vertreten. Nicht klar zugeordnet ist Unterfranken. Während es die östlichen Teile, also die Landkreise Kitzingen und Haßberge sowie die Kreisstadt Würzburg, zur Metropolregion Nürnberg zieht, wandern die westlichen Teile um Aschaffenburg und Miltenberg zur Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main. Bayern und Hessen haben jetzt sogar eine länderübergreifende Zusammenarbeit gestartet. Ein konkretes Ziel ist die Einbindung des "Logistiknetzes Bayerischer Untermain" in das "House of Logistics & Mobility (HoLM)", einem Leuchtturm-Projekt der hessischen Landesregierung. Vorgesehen ist auch die Gründung eines "Automobil-Wissenschafts-Zentrums" mit 300 Wissenschaftlern.
Die politische Verantwortung für den EMN liegt beim "Rat". Der Rat bestimmt die strategische Ausrichtung, die im "Steuerungskreis" erarbeitet wird. Im Unterschied zum Rat, der ausschließlich aus Politikern besteht, sitzen im Steuerungskreis auch Vertreter der Verwaltung, der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Kultur. Sie alle verabschiedeten vor kurzem das "Entwicklungsleitbild für Wachstum und Beschäftigung".
Darin werden unter anderem sieben Kompetenzfelder festgeschrieben: Verkehr/Logistik, Information/Kommunikation, Medizin/Gesundheit, Energie/ Umwelt, Neue Materialien, Automation/Produktionstechnik und Automotive. "Mit der Konzentration auf die genannten Kernkompetenzen gelingt es uns, Nürnbergs Ruf als innovativer Hightech-Standort zu unterstreichen", meint Dr. Roland Fleck, Wirtschaftsreferent in Nürnberg und Geschäftsführer des federführenden Forums "Wirtschaft und Infrastruktur". Überdies schaffe das Leitbild "die strategische Grundlage für unsere Gespräche mit der Landes- und Bundesregierung, um neue Strukturen zu gestalten und möglichst viele Fördermittel in die Metropolregion zu holen".
Diese Bemühungen sind notwendig. Denn Nürnberg hat seit Anfang der 90er-Jahre 40 Prozent der Industriearbeitsplätze verloren. Die Schockwellen, die mit den Namen ABB Alstom, Adtranz, AEG-Elektrolux, Grundig und Triumph-Adler verbunden sind, haben die Region arg gebeutelt. Auch der "würdelose Charakter", mit dem nach Meinung von Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly das Versandhaus Quelle abgewickelt wurde, traf die Nürnberger und Fürther tief ins Mark. Um die beiden Städte durch das Tal der Tränen zu bringen, hat sich Ministerpräsident Horst Seehofer höchstpersönlich für eine schnelle Rettung stark gemacht und ein 115 Millionen Euro schweres "Strukturhilfeprogramm" auf den Weg gebracht. Der Löwenanteil geht in den "Energie-Campus Nürnberg" (50 Millionen Euro), in die Fraunhofer-Logistikarbeitsgruppe (11 Millionen), in das Anwenderzentrum für Nanopartikel in Fürth (11 Millionen), in die Investitionsförderung für kleine und mittlere Unternehmen (10 Millionen) sowie in das "Bayerische Technologiezentrum für elektrische Antriebstechnik" (9 Millionen).
Das Hilfspaket soll dazu führen, dass Nordbayerns Motor nicht abgewürgt wird und die Metropolregion Nürnberg auch weiterhin den wichtigsten politischen Auftrag erfüllen kann: die Integration ländlicher und strukturschwacher Gebiete. Der ländliche Raum umfasst in Bayern 82 Prozent der Fläche. In ihm leben 63 Prozent der Bevölkerung und 57 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Die Sorgenregionen liegen vor allem in den nördlichen und östlichen Landesteilen. Dort kämpfen die Kommunalpolitiker gegen Arbeitslosigkeit, Abwanderung und Überalterung. Mit neuen Mobilitätskonzepten, gezielter Tourismusförderung, dem Ausbau der Breitbandverkabelung und der Etablierung von "Regionalmanagern" will die Staatsregierung die abgehängten Ortschaften besser einbinden.
Beispiel Oberfranken. In dem ehemaligen Zonenrandgebiet stemmen sich die Bürgermeister und Landräte gegen den Niedergang und werben mit geringen Löhnen, günstigen Mieten, billigem Bauland und dem Flughafen Hof-Plauen, der eine regelmäßige Verbindung nach Frankfurt garantiert. Um das Image zu schärfen hat das Oberfranken Offensiv-Forum sogar die Berliner Agentur Metadesign, die bereits für Südtirol und Niederösterreich Imagekampagnen entwickelt hat, beauftragt, ein unverwechselbares Profil zu erarbeiten. Im Mai sollen erste Ergebnisse präsentiert werden.
Fazit: Bayerns Wirtschaft kämpft sich mit Augenmaß durch die Krise und hält das Pulver trocken. "Nach unserer letzten Umfrage unter unseren Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie fahren 34 Prozent der Firmen die Investitionen zurück. Nur 10 Prozent wollen sie erhöhen, wobei der größte Teil auf Ersatzbeschaffungen entfällt", weiß vbw- Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Hoffnung mache allerdings, so der Bayern-Kenner, dass knapp ein Fünftel aller Investitionen auf Innovationen entfällt. "Das zeigt, dass sich die Unternehmen noch mehr anstrengen, um mit guten und kreativen Produkten vorne zu sein", meint Brossardt.
Unterstützend kommt hinzu, dass die Landes- und Kommunalpolitiker viel tun, um das Land auf Wachstumskurs zu trimmen, manchmal zu viel. Denn Standortmarketing findet im weißblauen Bundesland auf verwirrend vielen Ebenen statt. Daran wird sich wohl nichts ändern - trotz aller Bemühungen, die Kräfte zu bündeln. Das musste jüngst auch Erwin Huber erfahren, als er die Abschaffung der regionalen Planungsverbände forderte. "Kommt überhaupt nicht in Frage und wird auf heftigsten kommunalen Widerstand stoßen", beschied Münchens OB Christian Ude dem Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses im Landtag.
Daraus folgt: So groß die Verbundenheit mit dem Freistaat auch ist, so entschieden wehren sich die Bayern gegen jede Form der Zentralisierung.
Die lokale Eigenständigkeit und die Anziehungskraft aller Städte sind Stärken, die auch für den Vorsitzenden des Bayerischen Städtetags, Regensburgs Oberbürgermeister Hans Schaidinger, nicht zur Diskussion stehen: "Zentrale Orte - und damit sind nicht nur Metropolen oder große Städte gemeint - strahlen auf das gesamte Land, sie bilden ein Netz aus Knotenpunkten, die das Land zusammenhalten und attraktiv machen." Auch für Investoren.
Peter Stippel
Wie es weitergeht ...
In Norddeutschland liegen zwei ehrgeizige, aber auch hochverschuldete Metropolregionen dicht nebeneinander: Hamburg und Bremen-Oldenburg. Wie sich die beiden Großräume positionieren und welche Bedeutung sie für die Entwicklung im gesamten Bundesgebiet haben, das erfahren Sie in der Juni-Ausgabe.


Bayern Fakten...

Vom Agrarland zum High-Tech-Standort - mit einem gewaltigen Kraftakt schafften die Bayern einst den Sprung in die Neuzeit. Trotz dieses beeindruckenden Strukturwandels hat der Freistaat seine Tradition bewahrt und den Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft gestärkt. Um kleine und mittlere Unternehmen geht es daher auch in der aktuellen Krise. Im Rahmen des Programms "Mittelstandsschirm" übernahm beispielsweise die LfA Förderbank Bayern im vergangenen Jahr das Liquiditätsrisiko für mehr als 1.900 Unternehmen. Um die Kreditversorgung zu verbessern, erhöhte die Staatsregierung außerdem die Rückbürgschaftsquote auf 31 Prozent. Zugleich erleichtert die Bürgschaftsbank Bayern die Aufnahme von Krediten bis zu 125.000 Euro. Seit 1. Februar gibt es auch Haftungsfreistellungen für Betriebsmittelkredite. "Dadurch werden die Hausbanken künftig von bis zu 60 Prozent des Kreditrisikos entlastet", kommentiert Wirtschaftsminister Martin Zeil. ... und Zahlen Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie Fläche 70.552 qkm Einwohner 12,5 Millionen Erwerbstätige 6,6 Millionen Bruttoinlandsprodukt (2008) je Einwohner Bayern 35.530 Euro Deutschland 30.343 Euro Anteil an der Bruttowertschöpfung Land- und Forstwirtschaft 1,0 Prozent Produzierendes Gewerbe 31,5 Prozent Tertiärer Sektor 67,5 Prozent Anteil High-Tech-Branchen am Umsatz 2008 Bayern 66,0 Prozent Deutschland 55,5 Prozent F&E-Aufwendungen 2006 Bayern 3,0 Prozent vom BIP Deutschland 2,5 Prozent vom BIP Schulden je Einwohner (2008) Bayern 1.884 Euro Deutschland 5.965 Euro


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Links und Tipps für Investoren · Wer ist Ihr "Einheitlicher Ansprechpartner" für Investitionen in Bayern? · Wo finden Sie die Clustermanager, die Ihre Branche kennen? · Welche Fördermaßnahmen gibt es aktuell im Freistaat? Antworten erhalten Sie nach einer E-Mail mit dem Betreff "Bayern" an creditreform-Service@fachverlag.de. Außerdem können Sie auch alle Service-Informationen abrufen, die bisher erschienen sind: "Das Rheinland", die "Metropole Ruhr", "Frankfurt/Rhein-Main", die "Metropolregion Rhein-Neckar" und "Baden-Württemberg".



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Vom Agrarland zum High-Tech-Standort - mit einem gewaltigen Kraftakt schafften die Bayern einst den Sprung in die Neuzeit. Trotz dieses beeindruckenden Strukturwandels hat der Freistaat seine Tradition bewahrt und den Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft gestärkt. Um kleine und mittlere Unternehmen geht es daher auch in der aktuellen Krise. Im Rahmen des Programms "Mittelstandsschirm" übernahm beispielsweise die LfA Förderbank Bayern im vergangenen Jahr das Liquiditätsrisiko für mehr als 1.900 Unternehmen. Um die Kreditversorgung zu verbessern, erhöhte die Staatsregierung außerdem die Rückbürgschaftsquote auf 31 Prozent. Zugleich erleichtert die Bürgschaftsbank Bayern die Aufnahme von Krediten bis zu 125.000 Euro. Seit 1. Februar gibt es auch Haftungsfreistellungen für Betriebsmittelkredite. "Dadurch werden die Hausbanken künftig von bis zu 60 Prozent des Kreditrisikos entlastet", kommentiert Wirtschaftsminister Martin Zeil. ... und Zahlen Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie Fläche 70.552 qkm Einwohner 12,5 Millionen Erwerbstätige 6,6 Millionen Bruttoinlandsprodukt (2008) je Einwohner Bayern 35.530 Euro Deutschland 30.343 Euro Anteil an der Bruttowertschöpfung Land- und Forstwirtschaft 1,0 Prozent Produzierendes Gewerbe 31,5 Prozent Tertiärer Sektor 67,5 Prozent Anteil High-Tech-Branchen am Umsatz 2008 Bayern 66,0 Prozent Deutschland 55,5 Prozent F&E-Aufwendungen 2006 Bayern 3,0 Prozent vom BIP Deutschland 2,5 Prozent vom BIP Schulden je Einwohner (2008) Bayern 1.884 Euro Deutschland 5.965 Euro


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