Der industrielle Mittelstand findet zunehmend aus dem tiefen Wirtschaftstal heraus, in das er im vergangenen Jahr durch den weltweiten Konjunktureinbruch gestürzt war. Zwar beurteilten die Betriebe laut dem aktuellen BDI-Mittelstandspanel per Saldo ihre Lage im Frühjahr 2010 noch leicht negativ, doch für die kommenden sechs bis zwölf Monate ist die Mehrheit optimistisch gestimmt.
Dass der Aufschwung aber weiterhin auf des Messers Schneide steht, zeigen laut Institut der deutschen Wirtschaft Köln allein schon die Investitionspläne der Unternehmen: Angesichts unterausgelasteter Kapazitäten reichen die anziehenden Aufträge noch nicht für große Sprünge. Mit 26 Prozent überwiegt nach wie vor leicht die Zahl der Unternehmen, die ihre Investitionen voraussichtlich kürzen müssen. Dagegen will ein knappes Viertel im laufenden Jahr schon mehr investieren als 2009.
Zur momentanen Zurückhaltung könnte allerdings auch das zögerliche Verhalten der Banken beitragen, denn knapp jede vierte Firma sah sich in den vergangenen sechs Monaten mit verschlechterten Finanzierungsbedingungen konfrontiert – insbesondere aufgrund gekürzter Kreditlinien.
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