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Startseite Channels Vorsorge & Vermögen 2010 4 Wasser fürs Depot

Wasser fürs Depot



Von Morningstar analysiert, von "Creditreform" vorgestellt: der Wasseraktien-Fonds "Pictet Funds Water".

01.04.2010

Wer seinem Depot eine "eher defensive Wasseranlage" beimischen möchte, ist bei diesem Fonds an der richtigen Adresse, finden die Analysten von Morningstar mit Blick auf den "Pictet Funds (LUX) Water" der Schweizer Privatbank Pictet & Cie. Gemanagt wird der Wasserfonds von Hans Peter Portner, der 1997 zu Pictet Asset Management stieß und inzwischen das Team für Branchen- und Themenfonds leitet. Mittlerweile wird das Thema "Wasser" bei Pictet Asset Management von einem fünfköpfigen Team bearbeitet, das laut Morningstar neben Finanzexpertise "durchaus auch Branchenerfahrung" mitbringt.
Rund 270 Unternehmen stünden zur Auswahl, von denen der Analyse zufolge aber nur die wenigsten ausschließlich im Wasserbereich tätig sind. "Der Fonds ist somit nicht Wasser pur", stellt Morningstar-Expertin Natalia Wolfstetter klar. Voraussetzung für die Aufnahme ins Portfolio sei jedoch, dass ein Unternehmen zu mindestens 20 Prozent im Wassergeschäft tätig ist. Die meisten in Frage kommenden Titel seien somit im Versorger- und Industriesektor angesiedelt. Ideale Kandidaten fürs Portfolio wiesen einen hohen "Wassergehalt", relativ moderate Kursschwankungen und eine hohe Liquidität auf.
Aber auch Unternehmen, die anhand dieser Kriterien weniger gut abschneiden, können nach Beobachtung von Morninstar durchaus ihren Weg ins Portfolio finden, wenn die Fondsmanager von deren Qualität überzeugt seien. "Diese bemisst sich an der Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells, der Attraktivität der Branche und der Bewertung der Aktie", heißt es bei Morningstar in München. Der Fonds berücksichtige Versorger dabei stärker als andere Wasserfonds. Somit halte er zugleich mehr Large Caps als die Konkurrenz und weise ein "relativ konservatives" Profil auf. "Dies ergibt sich durch die defensiven Geschäftsmodelle der Wasserversorger im Vergleich zu den zyklischeren Industriewerten", erklärt Analystin Wolfstetter. An der Performance des Fonds lässt sich das gut ablesen: Er rettete sich besser übers Krisenjahr 2008 als die Konkurrenz, hatte 2009 aber das Nachsehen.
Gut 60 Prozent des Portfolios entfallen aber letztlich auf Nebenwerte, was dazu führt, dass der Fonds bei Morningstar unter 'Aktien weltweit Nebenwerte' eingruppiert ist - zumal eine separate Branchen-Kategorie für Wasser bislang fehlt. "Der PF-Water ist der älteste und größte Wasser-Fonds und musste sich lange nur mit zwei weiteren Konkurrenzfonds messen lassen. Er entwickelte sich weniger volatil als der KBC Eco Water und der SAM Sustainable Water. Auf Sicht von 5 Jahren liegt er auch anhand der Rendite vorne", heißt es in der Fondsanalyse.
Das Produkt setze das Thema Wasser "sehr diszipliniert" um und verfüge über ein erfahrenes Managementteam. Allerdings sei die Anzahl an Vergleichsfonds erst seit relativ kurzer Zeit über zehn angestiegen. Noch über drei Jahre blieben die drei genannten Fonds unter sich. Für eine umfassende Beurteilung bleibe deshalb abzuwarten, wie sich der PF(LUX)-Water in einer zahlenmäßig stärkeren Vergleichsgruppe schlägt. "Auch dürften die Gebühren angesichts des hohen Fondsvolumens gerne günstiger ausfallen", heißt es mahnend in München. Daher vergibt Morningstar bislang insgesamt erstmal nur das Rating "Standard". Anmerkung der Redaktion: Der Anlagecheck richtet sich an erfahrene Anleger, die ihre Kaufentscheidung selbstständig treffen - er stellt keine Beratung seitens der Redaktion dar. Bitte beachten Sie auch unbedingt die Morningstar-Empfehlung zur richtigen Depot-Beimischung!


Der Fonds in Kürze

People: Fondsmanager Hans Peter Portner ist seit 2001 bei Pictet für Wasser-Investments zuständig. Parent: Pictet Asset Management gehört zur Schweizer Privatbank Pictet & Cie und hat sich unter anderem auf Themenfonds spezialisiert. Prozess: Disziplinierte Auswahl von Unternehmen, die zu mindestens 20 Prozent im Wassergeschäft tätig sind. Performance: Gute Leistungen mit geringeren Kursschwankungen als zwei Konkurrenzfonds. Begrenzte Anzahl von Vergleichsfonds mit ausreichender Kurshistorie. Price: Teurer als der durchschnittliche Branchen- und Themenfonds. Maluspunkt! Rolle im Portfolio: Lediglich ein Nischeninvestment für Anleger, die bereits über ein diversifiziertes Portfolio verfügen und es nun um das Thema "Wasser" ergänzen möchten.


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